Was die NSF-H1-Registrierung bedeutet, wo sie im HACCP-Konzept auftaucht und wie die Umstellung im Betrieb organisiert wird.
In einer Abfüllanlage laufen Ketten, Lager und Gleitflächen unmittelbar über dem Produkt. Ein Tropfen Kettenöl, der herunterfällt, landet in der Charge. Das lässt sich baulich reduzieren, aber nicht ausschließen — und genau für diesen Fall gibt es H1-Schmierstoffe.
Die Kategorie H1 bezeichnet Schmierstoffe, die für den zufälligen, technisch unvermeidbaren Kontakt mit Lebensmitteln geeignet sind. Sie sind aus Grundstoffen und Additiven formuliert, die für diesen Fall bewertet wurden.
Wichtig ist, was H1 nicht heißt: Es ist keine Freigabe, den Schmierstoff bewusst ins Produkt zu geben, und es ist kein Lebensmittelzusatzstoff. Zur Einordnung die weiteren Kategorien:
Die Registrierung ist eine freiwillige, privatwirtschaftliche Bewertung — keine staatliche Zulassung. Ihr Wert liegt darin, dass sie ein anerkannter, nachvollziehbarer Nachweis ist, den Auditoren kennen und akzeptieren.
Im HACCP-Konzept ist die Schmierung ein Gefahrenpunkt wie jeder andere. Bei einer Zertifizierung nach IFS oder BRC wird regelmäßig gefragt: Welche Schmierstoffe werden im Produktbereich verwendet, wo ist das dokumentiert, und wie ist sichergestellt, dass kein Nicht-H1-Produkt dorthin gelangt?
Ein Betrieb, der auf diese drei Fragen keine belastbare Antwort hat, bekommt eine Abweichung — unabhängig davon, ob je etwas passiert ist.
Anlagenweise durchgehen und festhalten, was wo geschmiert wird und ob die Stelle über, neben oder unter der Produktebene liegt.
H1-Produkte getrennt lagern und deutlich kennzeichnen. Der häufigste reale Fehler ist nicht der falsche Einkauf, sondern die falsch gegriffene Dose auf dem Wagen.
Registrierungsnachweis und Sicherheitsdatenblatt zu jedem eingesetzten Produkt in einem Ordner — digital oder auf Papier —, der beim Audit vorgelegt werden kann.
Die Instandhaltung muss wissen, warum im Produktbereich nur bestimmte Dosen verwendet werden dürfen. Ohne diese Unterweisung hält keine Trennung dauerhaft.
Der verbreitete Einwand, H1-Schmierstoffe seien schwächer, stammt aus den Anfangsjahren dieser Produktgruppe. Moderne H1-Sprays sind haftstark, wasserbeständig und wirksam gegen Verschleiß und Korrosion. In der Praxis fällt eher auf, dass sie geruchs- und geschmacksneutral sind — was in der Nähe des Produkts ein eigener Vorteil ist.
Schmierung und Reinigung hängen im Lebensmittelbetrieb zusammen: Anlagen werden häufig nass gereinigt, wodurch Schmierfilme abgewaschen werden. Wer nach jeder Reinigungsschicht nicht nachschmiert, hat trotz korrekter Produktwahl ungeschützte Lagerstellen.
H1 kennzeichnet Schmierstoffe, die für den zufälligen, technisch unvermeidbaren Kontakt mit Lebensmitteln geeignet sind. Es ist keine Erlaubnis, den Schmierstoff bewusst ins Produkt zu geben, und kein Lebensmittelzusatzstoff.
Die Registrierung selbst ist freiwillig und privatwirtschaftlich. Gesetzlich vorgeschrieben ist die Beherrschung der Gefahr im HACCP-Konzept; H1-Produkte sind der in der Praxis anerkannte Weg, diesen Nachweis zu führen — und Auditoren nach IFS oder BRC fragen danach.
H1 ist für möglichen zufälligen Produktkontakt bestimmt, H2 nur für Bereiche ohne jeden Produktkontakt, etwa unterhalb der Produktebene, und H3 sind lösliche Öle zur Konservierung von Haken, Wagen und ähnlichen Teilen.
Das war in den Anfangsjahren dieser Produktgruppe so, heute nicht mehr. Moderne H1-Sprays sind haftstark, wasserbeständig und wirksam gegen Verschleiß und Korrosion; zusätzlich sind sie geruchs- und geschmacksneutral.
EUROTECH Schmierspray lebensmittelechtLebensmittelechtes Schmierfett-Spray NSF H1 (400 ml)
EUROTECH SilikonspraySilikon-Schmier- und Schutzspray
EUROTECH Teflon SprayTrockenschmierstoff (PTFE)
EUROTECH EdelstahlreinigerReinigungs- & Pflegespray für Edelstahl
EUROTECH Fett- & EiweißlöserKüchenreiniger