Wie eine temporäre Opferschicht Graffiti von der Fassade fernhält, worin sie sich von permanenten Systemen unterscheidet und wo sie sich rechnet.
Das eigentliche Problem an Graffiti auf Beton, Putz oder Naturstein ist nicht die Farbe an der Oberfläche. Es ist die Farbe, die in die Pore einzieht. Nach wenigen Tagen sitzt das Pigment so tief, dass es sich chemisch nur noch mit aggressiven Mitteln oder mechanisch durch Strahlen entfernen lässt — und beides nimmt jedes Mal ein Stück Substanz mit. Nach drei Reinigungszyklen sieht die Fassade an dieser Stelle sichtbar anders aus als daneben.
Eine temporäre Anti-Graffiti-Beschichtung auf Wachsbasis legt einen transparenten Film über den Untergrund und schließt die Poren. Wird die Fläche besprüht, bleibt die Farbe auf dem Film. Mit Heißwasser wird beides zusammen abgewaschen — Farbe und Wachsschicht. Danach wird neu beschichtet, und der Schutz ist wiederhergestellt.
Der Untergrund kommt dabei nie mit der Farbe und nie mit einem Abbeizer in Berührung. Genau das ist der Punkt: Es geht nicht darum, Graffiti zu verhindern, sondern darum, die Entfernung ohne Substanzverlust wiederholbar zu machen.
Für die meisten Fassaden im gewerblichen und kommunalen Bereich ist die temporäre Variante die wirtschaftlichere Lösung.
An Fassadenabschnitten bis etwa drei Meter Höhe, die nachts unbeobachtet sind: Unterführungen, Trafohäuschen, Lärmschutzwände, Rückseiten von Gewerbebauten, Stützmauern, Schulen und Sportanlagen. Höher als der Arm reicht, wird selten gesprüht — deshalb wird meist nur der Sockelbereich beschichtet.
Der Untergrund muss frei von Altgraffiti, Grünbelag und Verschmutzung sein. Was jetzt eingeschlossen wird, bleibt drin.
Vollständig, nicht nur oberflächlich.
Mit Niederdruckspritze oder Rolle, satt und ohne Lücken. Eine Fehlstelle ist genau die Stelle, an der die Farbe später einzieht.
Nach dem Abwaschen ist die Schutzschicht weg. Wird nicht neu beschichtet, ist die Fassade beim nächsten Mal ungeschützt — und der ganze Ansatz war umsonst.
Unabhängig vom Schutz gilt: Je früher entfernt wird, desto einfacher. Erfahrungsgemäß werden Flächen, die innerhalb von 24 bis 48 Stunden gereinigt werden, seltener erneut besprüht als solche, an denen ein Graffiti wochenlang stehen bleibt.
Sie legt einen transparenten Film über den Untergrund und schließt die Poren. Sprühfarbe bleibt auf dem Film liegen und wird mit Heißwasser zusammen mit der Schicht abgewaschen. Danach wird neu beschichtet — der Untergrund selbst kommt weder mit der Farbe noch mit einem Abbeizer in Kontakt.
Ja, das liegt im Prinzip: Die Schicht wird beim Abwaschen mit entfernt. Ohne erneuten Auftrag ist die Fläche beim nächsten Vorfall ungeschützt.
Eine temporäre Beschichtung auf Wachsbasis ist transparent und diffusionsoffen; das Erscheinungsbild bleibt weitgehend unverändert. Bei dunklen und polierten Oberflächen empfiehlt sich trotzdem eine Probefläche.
In der Praxis genügt der Bereich bis etwa drei Meter, weil höher nur selten gesprüht wird. Das begrenzt Material und Aufwand auf den Abschnitt, der tatsächlich betroffen ist.
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